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Thüringische Landeszeitung, 30.07.09 |
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Buch über Mauerfall
Berlin/Crawinkel. (tlz) Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause wurde Der Mauerfall 20 Jahre danach... von politischer Prominenz beider großen Parteien vorgestellt. Petra Heß, SPD-Budestagsabgeordnete aus Crawinkel, hat gemeinsam mit Christoph Kloft das Buch herausgegeben. Bundestagspräsident Norbert Lammert präsentierte mit Bundesminister Wolfgang Tiefensee und Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel in der thüringischen Landesvertretung in Berlin die Anthologie.
Entstanden ist ein einzigartiges Kaleidoskop individueller Beiträge zu einer der spannendsten Epochen der deutschen Geschichte. Da finden sich die Texte von Sebastian Krumbiegel, Udo Lindenberg und Wolfgang Niedecken, von Heike Drechsler und Eberhard Gienger, vom langjährigen Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer sowie von zahlreichen namhaften Persönlichkeiten aus der Politik. Jeweils mit einem Porträt und einer Kurzbiografie versehen ergeben diese oft sehr persönlichen Schilderungen ein lebendiges und lebensnahes Bild der friedlichen Revolution, die sicher nicht zu Unrecht als eine der größten politischen Leistungen der Deutschen angesehen wird.
Diesen Aspekt stellte Bundestagspräsident Lammert an den Anfang seiner Vorstellung. In seinem Amt erhalte man viele Einladungen, so Lammert, aber dies ist eine, an der man nicht vorübergehen kann. Lammert lobte die große Bandbreite des Buches sowohl von der Zusammensetzung der Autoren als auch von den Inhalten her. Wo sonst bekommt man schon einmal Udo Lindenberg, Wolfgang Niedecken oder Stephan Krawczyk und daneben viele hochkarätige Politiker unterschiedlicher Couleur unter einen Hut?, fragte der Präsident. Auch Tiefensee schilderte seine Erinnerungen Als die Verhältnisse zu tanzen begannen und empfahl das Buch allen Lesern und vor allem der Jugend, die diese Zeit ja nicht selbst erlebt hat. Bernhard Vogel, der als Landeschef von Rheinland-Pfalz und später von Thüringen beiden Teilen Deutschlands besonders verbunden ist, legte das Buch allen Lesern ans Herz.
Christian Hühn aus Arnstadt in Thüringen, zur Zeit des Mauerfalls 16 Jahre alt und jüngster Autor des Buches, las zum Abschluss aus seinem Beitrag. Er ist betitelt Liebesgeschichte und Hühn erzählt darin seinem Sohn, wie er die Zeit um die Wende erlebt hat. Dieser sehr persönliche Text der Sohn war bei der Präsentation dabei berührte nicht nur die Zuhörer in Berlin. Er zeigt auch die Stärke der Anthologie, geschichtliches Geschehen durch persönliche und subjektive Schilderungen lebendig werden zu lassen, auch für folgende Generationen.
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